Calishit
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Seit dem Fall des großen Dschinnenimperiums, das einst den Süden der wandernden Berge beherrschte, haben die Nachfahren der Sklaven der Dschinnen über die erfolgreichen Reiche Calimshans geherrscht. Von den Küsten des leuchtenden Meeres verbreiteten sich die Calishiten weiter nordwärts bis zu den Fields of the Dead Übersetzung nötig! und den Nelanther Inseln, sowie im Osten bis an den dampfende See, die Grenzkönigreiche, Lapaliiya und an die Shaar. Manch flohen vor Katastrophen aus ihrer Heimat, andere nahmen neue wirtschaftliche Gelegenheiten wahr, doch die meisten gingen als Eroberer unter dem Banner des Shoon-Imperiums. Ausserhalb ihrer Heimat sind die Calishiten in den Grenzkönigreichen, am dampfenden See und auf den Nelanther Insel, weit verbreitet. Calishiten stellen ebenso einen großen Anteil der Bevölkerung in Amn und Tethyr. Das calishitische Erbe, die Sprache und Kultur hat alle umliegenden Länder beeinflusst. Die Calishiten sehen sich selbst als die rechtmäßigen Herrscher aller Länder südlich und westlich der See der gefallenen Sterne, ein Geburtsrecht das durch die Dschinnen an sie weitergegeben wurde. Sie deuten mit stolz auf de ununterbrochene Reihe von calishitischen Imperien, die nun seit mehreren Jahrtausenen besteht. Mit der bemerkenswerten Ausnahme der Mulaner, welche sie als gleichwertig betrachten, sehen sich die Calishiten als den anderen "barbarischen" Völkern kulturell überlegen. Obgleich sie oft von anderen Rassen als habgierig, faul und koruppt angesehen werden, suchen die meisten Calishiten nichts weiter als ein Leben in gemütlichkeit und den Respekt der ihnen gleichgestellten. Calishiten sehen die Umstände der Geburt eines Individuums als gleichrangig mit ihren oder seinen Errungenschaften an. Das Klassensystem ist in den Herzen der meisten Calishiten stark verwurzelt, so wie auch das Ideal von verhätscheltem Luxus. Calishiten legen viel Wert auf Ehre - in die eigenen Errungenschaften und die der Familie, die Stadt und die Kultur. Die Familie und die Rolle als Hausherr wird ebenso hoch geschätzt. Die Nutzung von Magie ist allgegenwärtig und wird nur durch jene in den Ländern Halruaas übertroffen. Dschinne werden sowohl gefürchtet, als auch respektiert. Obgleich alle Bewohner Calimshans als Calishiten bezeichnet werden, sind nur die Nachfahren jener Menschen, die einst als Sklaven von anderen Welten durch Portale nach Faerûn gebracht wurden, wirklich teil dieser ethnischen Gruppe. Calishiten sind von etwas kleinerer und zierlicherer Statur als andere Menschen. Ihre Haut ist dunkelbraun, ihre Haare und Augen sind meist ebenso von dieser Färbung. Calishiten sind begabte Schurken, Kämpfer und Magier, ausserdem stellt das Erbe der Dschinnen sicher das viele ausserdem mächtige Hexenmeister sind. Religiöser Eifer und klösterliche Glaubensfestigkeit sind unter Calishiten rah. Eine Ausnahme dazu stellen die Kleriker des Ilmater, die sich um das wohl der Armen sorgen, und des Tyr, welche das Gesetz aufrecht erhalten, dar.
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Perspektive
Calishiten halten ihre Kultur für die einzige Bastion der Zivilisation an der Schwerküste und am leuchtenden Meer, wenn nicht gar auf ganz Faerûn. Für die Nachfahren eines siebentausend Jahre alten Imperiums wirken die kurzlebigen Kulturen der "Barbaren" des Nordens kaum der Rede wert. Die Arroganz der Calishiten wird noch durch das ihrer Kultur eigene Kastensystem und die Geschlechtertrennung genährt und gefördert. Obgleich nur wenige den niederen Status der Frauen in Calimshan ansprechen, leben die meissten ihre Leben innerhalb der Maßstäbe ihrer Kaste, um nicht die Versklavung oder gar den Tod fürchten zu müssen. Calishiten die in den alten imperialen Ländern leben sehen sich selbst als anderen nicht-calishiten überlegen an und verhalten sich oft so, als wäre das Shoon-Imperium noch nicht gefallen. Jene Calishiten, die in den Grenzen Calimshans leben, sehen sich wiederrum ihren provinzialen Cousins überlegen. Calishiten die auf Abenteuer ausziehen werden für gewöhnlich von der Hoffnung angetrieben, großen Reichtum anzuhäufen, um sich dann einem Leben voller Luxus hinzugeben. Jene von niedrigerer Geburt sehen das Leben als Abenteurer als Gelegenheit den strikten Bestimmungen ihrer Heimat zu entfliehen in ein Land, in dem man ihren Geburtsstatus nicht kennt. Einige wenige Calishitische Abenteurer sehen sich selbst als Wächter und Hüter ihrer alten Kultur und bergen längst verloren geglaubte calishitische Schätze aus alter Zeit, die durch die ungewaschenen Horden des Nordens geraubt wurden.
Magie hat lange eine wichtige Rolle in der calishitischen Kultur gespielt, und so sind Magier und Hexenmeister weit verbreitet. Die zweitere Gruppe besteht zum größten Teil aus Calishiten, die ihr Erbe bishin zu den Dschinnen zurückdatiern können, welche einst in den Reichen von Calim und Memnonnar herrschten. Der Einfluss verschiedenster Religionen ist im Laufe der Zeit gewachsen und wieder dahingeschwunden, doch haben Kleriker und Mönche selten eine wichtige Rolle gespielt. Wenn Mönche anderer Länder Torils mächtige Kampfkünste und eine mystische Tradition entwickelten, haben sich die Mönche Calimshans der Linderung der Leiden des gemeinen Volkes verschrieben.
Gesellschaft
Die traditionelle calishitische Kultur unterscheidet sich in den unterschiedlichen Regionen kaum, sogar ausserhalb Calimshans. Obwohl ausnahmen existieren bemühen sich Calishiten den traditionellen Rollen ihrer sozialen Klasse zu folgen. In aufsteigender Reihenfolge sind dies Sklaven, die Arbeiterkaste, die erfahrene Arbeiterkaste, die Händlerkaste, das Militär, die Beraterkaste und die Herrscherkaste. Von Geburt an werden Calishiten so erzogen, das sie die unterschiede jener Kasten wahrnehmen und die Mitglieder derer entsprechend behandeln. Harte Arbeit und sparsamkeit sind keine Ideale, auch wenn viele sich viele erfolgreiche Calishiten durch solche "Schraubstöcke" hindurchgezwängt haben. Stattdessen werden Luxus und verhätschelte Untätigkeit als Ideal angesehen, und viele Calishiten werden alles tun um sich einen solchen Lebensstil zu verschaffen. Die Calishitische Kultur hat ist seit langem fasziniert von Speisen und Magie, besonders Magie die die Notwendigkeit von Arbeit reduziert. Festmahle und frivole Magie spielen immer noch eine große Rolle im Alltagsleben der Calishiten. Calishiten verehren ihre Familien und zeigen ihnen gegenüber mehr Loyalität, als sie es gegenüber ihren Göttern oder Angestellten tun. Von den Männern wird erwartet das sie die Geschäfte vorantreiben und den Lebensstandard ihrer Familie unterstützen. Die Rolle der Frau ist es das Heim zu unterhalten, die Kinder zu versorgen und die Finanzen zu überschauen. Kinder werden immer zuhause ausgebildet, es sei denn sie besitzen eine starke magische Begabung. Eltern die es sich leisten können stellen Tutoren und Magier ein. Mit dem erreichen des 15. Lebensjahres, und der damit verbundenen Volljähigkeit, wird von den Kindern erwartet zu heiraten und sich binnen fünf Jahren zu etablieren. Nur Frauen ist es erlaubt in eine höhere Klasse einzuheiraten. Jene die keinen Ehepartner finden, fallen in Ungnade und müssen entweder ein Leben im Haushalt ihrer Eltern verbringen wo sie auf deren Mildtätigkeit angewiesen sind, oder werden vom Haushalt ausgestoßen. Von den Kindern wird ebenso erwartet das sie für ihre älteren Anverwandten sorgen und ihnen eine opulente Bestattung zukommen lassen. Sozial moves Übersetzung nötig! werden innerhalb der calishitischen Kultur besonders streng überwacht, wodurch das Hauptaugenmerk auf die Erhaltung der persönlichen und familiären Ehre gelegt wird. Um ihr Gesicht zu wahren wird von Calishiten erwartet, das sie den Gegenüber gemäß dessen behandeln, wie dieser sich gibt, gleich ob diese Fassade der Wahrheit entspricht oder nicht. Sobald eine Person oder Familie ihr Gesicht verliert, verliert sie auch ihrren Status und kann möglicherweise gar in eine geringere Klasse absteigen. Privatsphäre ist ein kostbares gut, denn sie erlaubt es einem Individuum sich so zu geben wie es gerne möchte, ohne fürchten zu müssen, an Ansehen zu verlieren. Calishiten legen ausserdem viel Wert auf Gastlichkeit, mit streng vorgegebenen Pflichten für Gasgeber und auch Gast. Gäste dürfen ihren Gastgebern keinen Schaden zufügen, während sie deren Gastfreundschaft in Anspruch nehmen. Ebenso ist der Gastgeber dazu aufgefordert so gut wie möglich für den Gast zu sorgen und ihn vor Schaden zu bewahren, alles andere würde den Verlust von Ansehen bedeuten.
Sprache und Schrift
Die Muttersprache der Calishiten ist Alzhedo, eine Sprache die sich aus dem Jahrtausende alten Midani, der Sprache von Zakhara, und Auran entwickelt hat. Alzhedo ist eine der beiden Wurzeln sowohl von Thorass ("Alte Handelssprache") und der Handelssprache. Alzhedo gebraucht das Thorassalphabet, eine Reihe von Schriftzeichen die dazu benutzt wurde, die Handelssprache zu repräsentieren, welche vor tausenden von Jahren um die dampfende See herum gesprochen wurde. Die meisten Calishiten sprechen ausserdem die Handelssprache, besonders den melodiösen Calant-Dialekt. Jene die mit dem Unterreich handel treiben oder dort leben bevorzugen Undercommon Übersetzung nötig!, die Handelssprache des Unterreichs. Aufgrund des extensiven Kontaktes zu Dschinnen erlernen Calishiten oft Auran oder Ignan. Andere gebräuchliche zweitsprachen beinhalten Chultan Übersetzung nötig!, Halbling, Lantanesisch, Shaaran Übersetzung nötig! oder Talashan Übersetzung nötig!, Sprachen die von vielen gesprochen werden, die an den Küsten des leuchtenden Meeres. Wenige Calishiten erlernen andere nichthumanoide Sprachen.
Magie und Wissen
Die Calishiten besitzen eine starke arkane Tradition, die teilweise ein Erbe der Dschinnen ist, welche einst die Länder regierten, die nun Calimshan sind. Viele Magier und Hexenmeister aus dieser Region bevorzugen Hervorrufungsmagie und meistern eine große Anzahl an Feuer- und Windzaubern. Obgleich selten sind Nekromanten nicht unbekannt. Angehörige dieser Schule folgen einer Tradition, die auf den Hof von Necroqysar, den vierten Shoon zurückgeführt werden kann. Schattenmagie, wenn auch großen Teilen der Bevölkerung unbekannt zieht eine stetig wachsende Zahl an Anhängern an. Die göttliche Magie ist in Calimshan essenziell auf Kleriker beschränkt, welche ebenfalls eine Mischung aus Feuer- und Windmagie bevorzugen.
Zaubersprüche und Zauberei
Calishiten bevorzugen Zauber die persönlichen Komfort oder Verteidigung, Beschwörung von Kreaturen aus anderen Ebenen oder die Herbeirufung der Elemente betreffen. Trotz der weitverbreiteten Nutzung von Magie in Calimshan sind seine Zauberkundigen nicht gerade dafür berühmt, neue Zauber zu entwickeln, abgesehen von der kurzen Welle an experimentierfreudigkeit im Shoon Imperium. Manche Scholaren vermuten, das diese Tatsache sich auf der Eigenart der Calishiten begründet, eher träge zu sein, während andere behaupten es Fuße auf der starken Traditionsverbundenheit, die auf Kosten von Innovation geht.
Magische Gegenstände der Calishiten
Magie ist ein wichtiger Aspekt in der calishitischen Kultur. Viele Gegenstände sind so angefertigt, das sie die Launen der reichen Calimshans schmeicheln. Türen, die sich für jene öffnen, die berechtigt sind, Kleidung die Schmutz und Dreck abweist, Fackeln die sich selbstständig löschen und wieder erleuchten wenn sie benötigt werden, levitierende Fächer, die die Luft in Bewegung und kühl halten sind Beispiele für diese Art der Kunst. Waffen werden generell mit Verzauberungen angevertigt, die die calishiteische Faszination gegenüber allem magischen und dschinnenhaften widerspiegeln und die Waffen schärfen, entflammen, elektrisieren oder es ihnen ermöglichen, Zauber zu speichern. Verbreitete Calishitische Gegenstände sind carpets of flying, efreeti bottles, horseshoes of the zephyr, pearls of power, pearls of the sirines, rings of dschinni calling, rings of mind shielding und slippers of spider climbing (globales Übersetzung nötig!). Aufgrund der Verbreitung dieser Gegenstände sind sie in Calimshan oft zu einem günstigerem Preis erhältlich als in anderen Landen.
Götter
Verschiedene calishitische Glaubensrichtungen und Religionen haben seit der Zeit der Dschinne an Bedeutung zugenommen und wieder verloren. Zu vielen Zeiten in der calishitischen Geschichte schloss dies ebenfalls dunkler, vergessener Götter ein, sowie die Verehrung der Dschinnen als göttliche Wesen und den Glauben in einen einzigen Sonnengott. In modernen Zeiten verehren die Calishiten das faerúnische Pantheon, und das Volk von Calimshan wähnt sich stolz, jeden Glauben und jede Religion zu akzeptieren. Obwohl Calimshan Tempel für einen Großteil der faerúnischen Götter beherbergt, haben sich zehn Religionen schon seit langem als Teil der Gesellschaft durchgesetzt. Dies lässt darauf schliessen, das einige oder alle dieser Götter Teil des alten Panteons waren. Diese Götter sind: Tyr, Azuth, Talos, Shar, Ilmater, Savras, Sharess, Siamorphe, Umberlee und Waukeen.
Verhältnis zu anderen Rassen
Calishiten haben eher schlechte Beziehungen zu den anderen menschlichen ethnischen Gruppen, besonders zu Tethyrern (welche generell als Mitglieder der geringeren Klasse angesehen werden, ungeachtet ihrer Geburt) und Illuskanern (welche als Paradebeispiel des ungewaschenen nordischen Barbaren gelten). Nur die Mulan können sich etwas Respektes erfreuen, denn ihre Kultur ist nahezu so langlebig wie die von Calimshan. Trotz der Verachtung oder Zurückweisung die sie anderen menschlichen Kulturen gegenüberbringen, haben die Calishiten gute Beziehungen zu anderen Rassen. Zwerge und Gnome werden für ihre Fertigkeit im Umgang mit Metallen geschätzt, wenn auch die Schildzwerge nie die Rolle vergessen haben, die die Calishiten beim Fall von Shanatar gespielt haben. Für Elfen und Halbelfen wird sowohl Misstrauen, als auch Neid empfunden. Dieses Misstrauen resultiert aus der langen Animosität zwischen Calimshan und dem lange versunkenen Keltormir. Der Neid ist das Ergebnis der natürlichen Begabung der Elfen für Magie und ihrer Fähigkeit in dieser, welche Calishitische Forscher nicht in der Lage sind zu reproduzieren. Halblinge wurden lange Zeit von den Calishiten versklavt, und so sehen viele von ihnen die Hin immer noch als Mitglieder einer niederen Klasse an. Im Gegenzug verdächtigen die Halblinge (zumindest alle, die an der Schwertküste leben oder deren Ahnen aus Calimshan geflohen sind) die Calishiten als potenzielle Sklaventreiber. Kurioserweise werden Halborks besser behandelt, als sie es in anderen menschlichen Gesellschaften erwarten können. Obwohl sie als Mitglieder der niederen Klasse angesehen werden, stehen sie auf gleicher Ebene wie Calishiten niederer Geburt.
