Druide

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Vadania, Halbelfische Druidin

Der Zorn des Sturmes, die sanfte Kraft der Morgensonne, die List des Fuchses, die Kraft des Bären - all dies untersteht dem Willen des Druiden. Jedoch beansprucht ein Druide keine Herrschaft über die Natur. Dieser leere Anspruch, sagen sie, wird bereits von den Menschen in ihren Städten aus Stein erhoben, die nicht mit der Natur leben, sondern sie nach ihrem Willen beugen und verändern. Ein Druide gewinnt seine Kraft nicht dadurch die Natur zu beherrschen, sondern indem er mit ihr im Gleichgewicht ist.


Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Druide?

Das Heim eines Druiden ist geräumiger und möglicherweise schöner als das jedes anderen. Riesige Eichen, Pinien und Erlen formen das Dach seiner Welt - eine Überdachung die lebendiger und interessanter ist als jedes noch so kunstfertige Fresco. Die Gräser und Blätter bieten ihm einen weichen Boden und eine sanfte Ruhestatt. Wo sind die Wände? Ein Druide lacht darüber, denn er kennt keine Wände - keine Grenzen kennt er in seiner wilden, schönen Heimat.


Die Herkunft des Wortes druid ist bis heute umstritten. Eine verbreitete Annahme ist die Herleitung  
von der indogermanischen Wurzel *dru-wido-. Der erste Teil dru kann sowohl „Eiche“ bezeichnen als 
auch Eigenschaften wie „dicht, kräftig, prall, viel“. Im Keltischen kann er auch als 
Verstärkungswort verwendet werden. Der zweite Teil geht auf die indogermanische Wurzel *weid- 
zurück und steht so mit dem griechischen eidon („ich erblickte/erkannte“), dem lateinischen video 
(„ich sehe“) und letztlich auch dem deutschen wissen in einer Reihe. Eine Druide wäre demnach ein 
besonders weit "Sehender" oder besonders viel "Wissender".
Abgeleitete Worte in keltischen Sprachen finden sich z.B. im Altirischen in der Form drui  
(„Zauberer“) oder im Walisischen dryw („Zauberer, Seher“)


Ein Druide ist in gewisser Weise ein Priester der Natur. Er steht ein für das Gleichgewicht zwischen den Kräften, schützt was geschützt werden muss und dient dem Land und den Mächten darin als Repräsentant. Er kennt die Wege der Natur und ist in ihre Geheimnisse und Zyklen eingeweiht wie kaum ein anderer. Obwohl ihre Organisation unsichtbar ist, sind Druiden Teil eines Netzwerkes, das das ganze Land umspannt, ohne Bindung an politische Grenzen. Ein Druide wird durch eine Reihe geheimer Initiationsriten in den Kreis der seinen eingeführt, welche nicht alle Aspiranten überleben. Jeder Druide ist nominell ein Teil dieser Gesellschaft, auch wenn manche unter ihnen, die besonders Isoliert leben, wohlmöglich nie einen höherrangigen Druiden kennenlernen werden, oder nie an den Versammlungen der Druiden teilnehmen. Alle Druiden verstehen sich als Brüder und Schwestern. Doch wie alle Wesen der Natur gibt es auch zwischen ihnen Konflikte oder gar Kämpfe bis zum Tode. Von einem Druiden wird erwartet, das er Aufgaben für höherrangige ausführt, auch wenn er dafür mit einer Entschädigung rechnen kann. Ein Druide mag in einem kleineren Dorf leben, doch verbringt er immer viel Zeit in der Wildnis. Sogar in der Nähe von großen Städten die von kultiviertem Land umgeben sind, gibt es oft einen verborgenen Druidenhain - kleine Gebiete der Wildnis in der die Druiden leben und die sie energisch verteidigen. In der Nähe einer Küste mag dieses Gebiet eine Insel sein, auf der ein Druide die Ruhe und Abgeschiedenheit findet, die er sucht.

Wer wird Druide?

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Ein Druide zu werden ist nicht leicht, und doch gibt es viele Gründe dafür. Ein tiefes Verständnis für die Natur ist von Nöten, welches sich nur durch Erfahrungen und Liebe zu dieser erlangen lässt. Niemand geht in die Welt hinaus und sagt sich, das er Druide wird, es ist ein Ruf dem man folgt, bewusst oder unbewusst. Einem Wesen das lange Zeit unter seinesgleichen lebte mag plötzlich die Erkenntnis kommen das der Weg seiner Leute mit der Natur umzugehen der falsche ist, und so versucht er sie von seiner Sichtweise zu überzeugen. Irgendwann trift er dann auf einen Druiden, der in ihm einen seiner Art sieht und ihn in den Zirkel führt.

Ein anderer mag ein ausgestoßener sein, der in der Natur alleine überleben muss. Mit der Zeit lernt er mehr und mehr, und ihm wird klar das es diese Lebensart ist, die er immer vermisste. Er wird sich einem der Götter der Natur anschliessen und nach den Druiden ausschau halten, um von ihnen gelehrt zu werden. Druiden planen oft lange Zeit voraus, und so ist es sogar möglich das sie das Kind eines Feindes der Natur stehlen, dieses dann aufziehen und es ihren Weg lehren. Als Druide tritt er dann seinem Vater oder seiner Mutter entgegen, um diese für ihre Taten zu strafen. Welchen Weg auch immer ein Wesen gehen mag, es ist der für ihn richtige und einzige. Unter den humanoiden Völkern besitzen vor allem Elfen und Gnome eine starke Neigung dazu dem Ruf der Natur zu folgen, da ihr Volk dieser ohnehin stark verbunden ist. Und so mag es kaum verwundern das viele unter den Druiden zumindest einen Teil elfisches Blut in sich tragen. Auch für manche Halblinge mag dies gelten, während Zwerge wohl eher selten diesen Weg wählen. Unter Menschen ist es zwar ungewöhnlich diesem Weg zu folgen, doch sind Menschen sehr wandelbar und vielseitig, und so gibt es auch eine größere Anzahl Druiden unter ihnen.

Die Natur und die Menschen

Der Druide sieht die Natur als großes Ganzes, als ein ungeheuer komplexes Gebilde, das in einem Kreislauf langsam voranschreitet. Ob Tag oder Nacht, die Jahreszeiten, Leben und Tod, Gut oder Böse - all dies ist Teil davon und hat seinen Platz. Jede Handlung findet ihren Konterpart, jeder Tod bringt neues Leben hervor, auf einen Winter folgt auch immer der Frühling. Und so ist nichts in der Welt der Natur ohne Sinn und ein Tod nichts schlimmes, auch wenn das für aussenstehende unmenschlich oder fremdartig wirken mag. Ein Druide versteht diese Zyklen und wahrt ihr Gleichgewicht, indem er die Waagschalen kurz anstößt, damit sie selbst ihren Weg wieder finden. Er weiss auch um die natürliche Auslese, das Überleben der Stärkeren auf Kosten der Schwachen. Das bedeutet nicht das ein Druide unbarmherzig ist; er hilft Verletzten und kennt Mitgefühl wie jeder andere auch. Das er einem Tier hilft heisst nicht das er das Gleichgewicht aus den Bahnen wirft. Und selbst wenn ein Druide sich eher dem Guten verpflichtet fühlt - es gibt andere unter ihnen, die der anderen Seite dienen. So bleibt das Gleichgewicht immer erhalten.

Vadania und ihre Gefährten

Tiere

In seinem Heim ist ein Druide niemals ohne Freunde. Der Wolf, der sich im hohen Gras verbirgt, der Adler der hoch über den Wipfeln fliegt, der Bär der in seiner Höhle schläft; all jene sind willkommene Reisegefährten und furchtbare Gegner für unwillkommene Besucher. Sollte er einmal einen Späher benötigen der ihm Informationen verschafft, oder einen Kampfgefährten an seiner Seite, so sind seine Freunde zur Stelle. Ein Druide beobachtet und kennt die Tiere seiner Heimat, oft mit Namen. Er weiss um die Wege seiner Schützlinge, um ihre Lager und ihr Wohlbefinden. Er weiss welches Tier krank ist und welches Tier zu alt ist, um der Herde noch zu Nutzen zu sein.

Pflanzen

Ebenso wie bei den Tieren kennt ein Druide auch die Pflanzen seiner Heimat. Ein Druide weiss welche Pflanzen stark und jung sind, welche Bäume neues Leben hervorbringen werden, und welche bald zugrunde gehen. Er pflanzt neue Saat in zerstörte Gebiete, trägt das Leben in einen vom Feuer verwüsteten Landstrich und hält das Gleichgewicht in der Flora aufrecht. Er kennt die Kraft der Pflanzen und Heilkräuter, weiss sie zu nutzen und zu verarbeiten. Er kennt die geheimen Orte an denen seltene Pflanzen wachsen und er weiss um die Orte, an denen er auch im Winter noch Nahrung finden wird.

Der Mensch

Will ein Druide ein gutes Verhältnis zu den umliegenden Dörfern aufbauen, so weist er deren Holzfällern Gebiete zu, in denen sie ihrem Handwerk nachgehen können. Gebiete, die Ausdünnung benötigen, eine Auffrischung und Platz für neues Leben. Er zeigt ihnen die für sie verborgenen Geheimnisse, lehrt sie Respekt vor der Natur und auch die Wildnis zu verstehen. Jene die nach den Regeln des Waldes leben wird er schützen, sei es durch seine heilende Magie oder durch Hilfe in einer Hungersnot. Doch die, die gegen seinen Rat und das Wohl des Waldes handeln, wird er in ihrem Flehen auch dann nicht beachten, wenn sie größte Not erleiden. Er straft sie nicht durch sein Handeln, doch können sie auch keine Hilfe von ihm erwarten.

Die Druiden als Organisation

Der Orden der Druiden - oft einfach als "der Orden" bezeichnet - kann als Zusammenschluss regionaler Priesterschaften verstanden werden, die eine lose, weltweite Organisation bilden. All ihre Mitglieder verehren die Natur und folgen einer speziellen ethischen Philosophie. Druiden teilen ihre Welt in Territorien die sie Domänen nennen. Eine Domäne ist ein definiertes, geografisches Gebiet, unterteilt von Gebirgshängen, Flüssen, Seen oder Wüsten. Druidische Domänen richten sich nicht nach nationale oder politische Grenzen - eine Domäne umfasst oft mehrere Länder, Rassen und Kulturen.

Die Zirkel

Alle Druiden die innerhalb der Grenzen einer Domäne leben sind in einem Zirkel organisiert. Zirkel sind typischerweise nach dem geografischen Gebiet benannt das ihre Domäne beansprucht, tragen aber manchmal andere Namen die vielleicht auf ihre Gründer oder die Götter die dort verehrt werden zurückgehen. Zum Beispiel mag es einen Zirkel geben der "der Drachen-Insel Zirkel" heisst, oder "Zirkel von Danu" Die Mitglieder eines Zirkels sehen sich verantwortlich für das wohlbefinden der Wildnis und der Kontinuität der Kreisläufe der Natur in ihrer Domäne. Das bedeutet nicht das die Zirkel sich nicht für das interessieren was in anderen Zirkeln vor sich geht - Zirkel zu formen ist einfach der Weg des Ordens anzuerkennen, das die Druiden in einer bestimmten Region diese am besten schützen können, und daher sollen sie auch die formale Verantwortlichkeit tragen. Zirkel besitzen eine sehr lose Struktur. Sie erbauen keine großen Tempel oder Abteien. Oft sind es kaum mehr als ein paar Druiden, die miteinander leben. Wenn sie etwas erbauen, dann sind es für gewöhnlich einfache Hütten in der Art wie sie die lokalen Jäger oder Bauern besitzen, aus Grassoden erbaut oder in den Wipfeln der Bäume. Alle Druiden eines Zirkels erkennen einen Großen Druiden als Führer an und sehen diese Figur als moralische Autorität. Der Große Druide lässt den Mitgliedern des Zirkels große Freiheiten in ihrem handeln. Alle Druiden, vom niedrigsten Initiaten bis hin zum Großen Druiden, können frei ihren Interpretationen des druidischen Glaubens folgen und der Natur dienen, wie auch immer sie es als richtig erachten. Die Druiden befolgen eine eher informale Hierarchie und lehren ihre Initiaten dem Ethos der Druiden zu folgen und die höherrangien Druiden zu respektieren.

Gesinnung

Da Druiden Tag um Tag mit der ultimativen Gleichgültigkeit der Natur einher leben, müssen sie zumindest ein gewisses Maß an Sachlichkeit bewahren. Daher müssen mindestens auf einer der Gesinnungsachsen (Rechtschaffen nach Chaotisch und Gut nach Böse) Neutralität bewahren, wenn nicht gar auf beiden. So wie die Natur viele zweigeteilte Aspekte wie Leben und Tod, Schönheit und Horror oder Friedfertigkeit und Gewalt kennt, können zwei Druiden unterschiedliche oder sogar entgegengesetzte Gesinnungen besitzen ohne den Kodex der Druiden zu verletzen.

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Waffen und Rüstungen

Druiden nutzen für gewöhnlich einfache, selbst hergestellte Waffen wie Keulen, Dolche, Wurfpfeile, Kampfstäbe, Scimitare, Sicheln, Speere und Schleudern. Da Druiden versuchen ein möglichst einfaches Leben mit der Natur zu führen, vermeiden sie es bearbeitetes Metall mit sich zu führen. Das bedeutet das sie weder Waffen aus Metall, noch Rüstungen aus diesem tragen oder nutzen können, ohne ihren Eid zu verletzen und hierdurch ihre druidischen Kräfte verlieren. Das bedeutet jedoch nicht das ein Druide völlig auf Metall verzichten müsste. Lediglich das Metall, das der Erde durch Bergbau entrissen und in den Feuern einer Schmiede geformt wurde ist ihm zuwider. Doch es gibt Orte, da ein Fluss bestimmte Metalle aus einem Berg herausträgt und mit den Jahren läutert. Diese Metalle können kalt geformt werden, um daraus kleinere Dinge herzustellen. Für eine Waffe kann man sie allerdings nicht verwenden. Manche Druiden regen einen Baum dazu an, seine Rinde oder sein für sie zu formen, und so eine Rüstung oder eine Waffe daraus zu gewinnen. Durch druidische Magie ist es gar möglich das jenes Stück die Härte von gehämmertem Stahl aufweist, ohne das der druide seinen Eid bricht.

Die Magie der Druiden

Wie auch Kleriker erhalten Druiden ihre Zauber durch eine spezifische Gottheit, welche immer eine Gottheit der Natur oder der Tiere ist. Die Druiden sehen jedoch keinen Unterschied zwischen der Natur und den göttlichen Kräften die durch sie fliessen. Viele Druiden spezialisieren sich auf eine Art der Magie, und so gibt es wenige Druiden deren Zauberei der eines anderen gleicht. Manche nutzen die Kraft der lebendigen Natur um Wunden zu verschliessen, Gifte zu kurieren und Krankheiten verblassen zu lassen, während andere die Verbrecher an der Natur mit Blitzschlägen und Geschossen aus Dornen strafen. Wieder andere konzentrieren sich auf die Verständigung mit der Natur selbst. Jene rufen durch ihre Magie Tiere zu sich, besänftigen sie oder ziehen sie im Kampfe auf ihre Seite. Manche von ihnen sind gar in der Lage mit Pflanzen zu sprechen oder sich in eine zu verwandeln.


Der Gestaltwandel

Eine weitere Kraft der Druiden ist ihre Fähigkeit zur Gestaltwandlung. Indem sie eins werden mit der Natur sind sie in der Lage die Gestalt eines ihnen vertrauten Tieres anzunehmen. Die Tiergestalt lässt einen Druiden als Tier erscheinen, das äusserlich nicht von einem anderen seiner Art unterschieden werden kann. Färbung, Geschlecht und andere kleinere Merkmale kann hierbei der Druide selbst bestimmen; über eine Sprache verfügt er in seiner neuen Gestalt jedoch nicht.

Viele nutzen dies um sich in Form eines Vogels schneller fortzubewegen, oder in der Form eines Bären eine gewaltige Kampfkraft zu entfesseln. Manche aber wählen die Gestalt eines Hundes oder einer Katze und schleichen sich in die Dörfer und Städte der Menschen, gehen und tapsen unbemerkt unter ihnen. Schon oft wurde ein Baron der einen Frevel gegen die Natur plante überrumpelt, noch bevor er diesen Frevel begehen konnte.

Die Götter der Druiden

Die Götter der Druiden sind so vielfältig wie die Natur selbst. Einige von ihnen verkörpern bestimmte Aspekte der Natur, andere von ihnen sind selbst ein Teil dieser geworden. Die Humanoiden Völker Faerûns haben oft mindestens einen Gott in ihrem Pantheon, der von Druiden ihrer Art verehrt wird. Die Götter, welche von den Druiden verehrt werden, sind im folgenden: Aerdrie Faenya, Angharradh, Anhur, Auril, Baerven Wildwanderer, Chauntea, Sashelas der Tiefe, Eldath, Fenmarel Mestarine, Gwaeron Windstrom, Hiatea (Monströse Gottheit), Isis, Lurue, Malar, Mielikki, Nobanion, Osiris, Rillifane Rallathil, Sebek, Segojan Earthcaller, Sekolah (Monströse Gottheit), Sheela Peryroyl, Shiallia, Sylvanus, Solonor Thelandira, Stronmaus (Monströse Gottheit), Talona, Talos, Thard Harr, Ubtao, Ulutiu und Umberlee.

Die geheime Sprache der Druiden

Die Sprache der Druiden wird hier genauer beschrieben.

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