Elf

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V.L.n.R.: Drow, Wildelf, Sonnenelf, Waldelf, Mondelf

Die Elfen von Abeir-Toril, geschaffen durch die Seldarine sind eines der ältesten und ersten Völker, das die Forgotten Realms bewohnt hatte; und bis heute bewohnen. Sie selbst nennen sich Tel'Quessir, was übersetzt "Das Volk" bedeutet.

Es existieren verschiedene Elfen-Unterrassen: Die Mondelfen, die Sonnenelfen, die Waldelfen, die Avariel, die Seeelfen, die Wildelfen, die Lythari sowie die Drow, wobei letztere seit den Kronkriegen eine Aussenseiterposition einnehmen.


Inhaltsverzeichnis

Verhalten

Das Volk der Tel'Quessir wird auch als das sanfte Volk bezeichnet. Elfen lieben die Schönheit, sei es die Ruhe der Natur, die Poesie, malerische Kunst, Musik oder Tanz.

Der wohl größte Unterschied der Elfen verglichen mit anderen Völkern ist ihr Empfinden für Zeit. Gesegnet durch Labelas Enoreth, dem elfischen Gott der Zeit, leben Elfen viele Jahrhunderte und einige sogar über tausend Jahre. Dieses Zeitempfinden spiegelt sich auch sehr in ihrem Verhalten wieder. Das Volk überstürzt nichts, wie die Menschen dazu neigen (etwas was die Elfen stets bei den Menschen bemängeln). Wen stört es, eine Blume vom Keim an bis zum vollständigen Erblühen zu beobachten, so schon viele hunderte von Jahren gegeben sind? Das höchste Gut der Elfen ist das Leben, nichts wiegt mehr in ihrem Empfinden; und so verabscheuen sie jene die zerstören, jedoch nicht erbauen.

Die Elfen Faerûns leben in einer bewegten Zeit. Es lässt sich kein genaues Verhaltensbild der Elfen festlegen; wie es mit den meisten freien Völkern ist. Viele der Tel'Quessari kehrten in die ewige Heimat, Immerdar, zurueck. Wenige verblieben auf den Festlanden, so man die Vergangenheit als Massstab anlegen möge.

Die, die zurück blieben, oder nun zurück kehren, finden ihren Weg in die alten und ehemaligen Orte des Volkes zurück. Evereska ist eine der letzten elfischen "Hochburgen" auf dem Kontinent. Im Kriege gegen die Fey'ri fand die sonnenelfische Armee ihren Weg zurück nach Myth Drannor, im Gebiete der Talländer um Cormanthor herum.

Gesellschaft

Das Individuum

Der freie eigene Wille ist einer der größten Werte der Elfen; und so hat das Volk wenig Interesse an einer so strukturierten Gesellschaft, wie die Menschen, in einer Gesellschaft in der selbst ernannte Mächtige die Herrschaft über Land und das Leben der Bewohner herrschen. Auch unter den Elfen gibt es Könige und Adelige, doch beruht ihre hohe Stellung auf Taten. Aus dem Hause Korianthil auf Immerdar zum Beispiel stammen viele fähige Krieger, darunter sogar auch Anführer der Armee. Der Dienst des Hauses ist groß gegenüber der Insel und dementsprechend währt auch ihre Stellung auf der Insel. Zum Kontrast, Haus Ahmaquissar, ein Adelshaus auf Immerdar welches jedoch viele „Taugenichts“ hervorbrachte. Dieses Haus wird mehr toleriert als dass es angesehen ist und Einfluss besitzt.

Da das Individuum von großer Wichtigkeit ist, mischen sich die Elfen auch nicht unbedingt in die Angelegenheiten anderer Elfen ein, solange das Handeln des jeweiligen keinen Schaden an anderen des Volkes verursacht. Ein jedes Kind des Corellon Larethian hat nach elfischen Gesetz das Recht so glücklich zu sein wie es sein möchte, niemand darf diesen Elfen in diesem Aspekt einschränken, was sich auch niemals jemand anmaßen würde. Durch das paradoxe Denken der Elfen, dem „Das du und das wir“ wird dieses Gesetz nicht unter den Elfen ausgenutzt, es artet in nur sehr seltenen Fällen in Egoismus aus. Für gewöhnlich stehen für einen Elfen jedoch die Belange der Gemeinschaft an erster Stelle und erst an zweiter Stelle die eigenen denn er weiß, dass sein Leben oder das Leben der anderen bedeutungslos wäre.

Sprache

Die elfische Sprache ist melodisch und flüssig und beinhaltet musikalisch wirkende Wörter. Subtile Betonungen, Nuancen und Trällernde Töne machen die elfische Sprache liebevoll wie auch komplex. So elfisch durch Nicht-Elfen gesprchen wird, so wirkt es hart und kantig, doch der Grund weshalb dem so ist, ist nicht leicht zu nennen. Elfen wissen, dass durch ihre subtile Sprache, die allein durch kürzer oder länger gesprochene Silben andere Bezüge bilden nur für äusserst feine Ohren sind.

Elfen verfassen ihre Schriften in Espruar, das Alphabet der Mondelfen welches vor tausenden Jahren entworfen und anschließend durch Sonnenelfen, Drow und anderen Elfenrassen übernommen wurde. Die fließenden und verwobenen Schriftzeichen des Espruar finden sich auf elfischen Juwelen, Monumenten sowie magischen Gegenständen.

Namen

Diese komplexe Struktur der elfischen Sprache sorgt dafür dass elfische Namen, auch wenn sie sich häufig beinahe gleich anhören, eine andere Bedeutung besitzen. Es ist unwarscheinlich, dass zwei Elfen den selben Namen besitzen. Elfen sind Individualisten um gefallen daran zu finden den Namen eines anderen Elfen bewusst zu tragen. Elfen bevorzugen Namen die sich fließend sprechen lassen, Zischlaute und th Töne sind wie andere, weiche Töne, üblich. Gelegentlich werden harte Konsonanten wie k oder ein t hinzugefügt um den Namen interessanter zu gestalten. Im allgemeinen bevorzugen sie es ihren Namen flüssig und melodisch zu halten, ganz wie ihre Sprache selbst.

Elfen wählen zusätzlich einen Beinamen, den sie, so sie die Länder ihres Volkes verlassen, anstelle ihres Klannamen nennen da Aussenstehende meist nicht wissen, welche Bedeutung der jeweilige Klanname besitzt oder allgemein nichts mit diesem Namen verbinden. Der Beiname ist so gewählt, dass er einen Bezug zur Persönlichkeit des Elfen selbst besitzt. Beispielsweise würde sich ein elfischer Barde den Beinamen Glockensang geben, den er nicht-Elfen anstelle seines Klannamen nennt. Wie bei dem Volk der Zwerge auch, bedeutet ein nicht genannter Bei- oder Klanname stets ein ablehnendes bis unfreundliches Verhalten.

Das Ich und das Wir

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Elfen leben in einem Paradoxon, eine Tatsache die N'Tel'Quess verwirrt. Für Aussenstehende wirken Elfen sonderbar, gar haben sie eine mystische Ausstrahlung aufgrund dieses Gegensätzlichkeit des Volkes, wie es auf sie wirkt. Elfen hingegen sehen sich in ihrem paradoxen Leben weniger etwas Sonderbares. Für sie ist es selbstverständlich zweierlei Gegensätzliche Ziele zu verfolgen in ihrem Leben. Das alte Volk ist eher Verwirrt über jene, die nur ein Ziel verfolgen. Die Kinder Corellon Larethians verfolgen jedoch zweierlei Ziele, ihre eigenen, persönlichen Ziele sowie die Ziele der Gemeinschaft. Ein Elf erfährt früh das so genannte Paradoxon des „Ich und das Wir“. Die Pflicht eines Jeden Elfen sich selbst gegenüber ist es seine eigene Persönlichkeit zu erforschen und sie zu besser zu kennen, das Ziel des „Wir“ ist es in der Gemeinschaft zu leben, sie zu unterstützen und in Harmonie mit ihr zu verweilen. Diese beiden Ziele sind für Elfen mitnichten Ziele die einander ausschließen. Ein jeder Elf weiß, dass er ohne seine Hilfe in der Gemeinschaft, ohne Kleidung, Heim und Nahrung nicht sein persönliches Ziel verfolgen kann, das Kennenlernen der eigenen Seele. So weiß der jeweilige Elf jedoch auch, dass es ohne das Wissen um das eigene Wesen nicht viel zu dem „Wir“, der Gemeinschaft beitragen kann. Ein jeder Elf muss seinen eigenen Weg finden dieses Paradoxon zu meistern. Dies ist einer der Grundzüge der elfischen Gemeinschaft, ein Geben und ein Nehmen.

Wertschätzung

Elfen haben wenig Interesse an Gold oder anderen Währungen, Elfen benötigen derartiges nicht durch ihr Prinzip des Gebens und Nehmens. Für einen Elfen mag ein Lied, welches aus vollem Herzen gesungen wird, mehr wert sein als ein Diamant, ein malerisches Kunstwerk mehr als etwas aus purem Gold. Es zeigt also dass Elfen weniger den materiellen Wert der Dinge schätzen sondern vielmehr den Grad der Schönheit und Vollkommenheit den dieser Gegenstand für sie besitzt.

Gegen das Böse

Elfen sehen sich als direkten Kontrast zu dem Bösen. Es ist ein Gefühl welches jeder Elf in sich spürt, bedingt durch den starken Glauben an die Seldarine. Das alte Volk setzt sich dem bösen entgegen, ob mit Schwert oder aber der Kunst. Ein wundervoll gefertigter, verzierter Ring ist in den Augen der Tel'Quessari ebenso eine Waffe gegen das böse wie ein Schwert, denn es ist geschaffene Schönheit, welche im direkten Kontrast zur zerstörerischen Natur des Bösen liegt. So empfinden die Elfen besondere Freude daran, Lieder zu komponieren, Bilder zu malen, oder aber kunstvoll verzierte Schwerter zu fertigen. Dies ist nicht der Hauptgrund weshalb das Volk der Elfen so viel Liebe in ihre Werke setzt oder überhaupt Kunst in solchem Maße verehrt, doch ist es einer der Gründe.

Böse Elfen

Böse Elfen sind eine Rarität unter dem elfischen Volk. Hauptgrund hierfür ist der beinahe ausnahmslose Glaube an die Seldarine und der solidaren Gesellschaft in der sie leben. Dennoch existieren bösartige Vertreter dieser Rasse, die sich jedoch nicht alle zu einer Fraktion zählen lassen, es gibt drei verschiedene Arten der bösen Elfen:

  • Elfen, die die Krone nicht akzeptieren und diese stürzen wollen (Nur Sonnenelfen)
  • Elfen, die durch ihren Drang nach Macht und Wissen korruptierten (Hauptsächlich Sonnenelfen, aber auch Mondelfen)
  • Elfen, die schlechte, einschneidende Erfahrungen mit anderen Völkern gemacht haben (Alle Unterrassen)

Elfen, die schlichtweg böse sind, existieren kaum bis gar nicht. Ein Elf hat immer einen tiefgreifenden Grund, weshalb er korrumpierte. Diese Elfen versuchen sich entweder mit anderen, seltenen, Gleichgesinnten zu organisieren oder aber suchen sich andere Organisationen um ihre Ziele zu verfolgen. Wessen Interessenlage mit keiner anderen Organisation korrespondiert oder keine Organisation akzeptiert, zieht allein auf Torils Antlitz. Diese einsamen Wölfe beten häufig zu Fenmarel Mestarine. Jene, die unbewusst korrumpieren beten nicht selten weiterhin die Seldarine an, doch diese gewähren ihnen keinerlei Macht (Kleriker) oder aber Hilfe bei ihren Unterfangen.

Gesetze der Elfen

Unter dem elfischen Volk exisitieren keine Gesetze im eigentlichen Sinne. Sie folgen einem einfachem Verhaltenscodex der das friedliche Miteinander, untereinander gewährleistet. Der Verhaltenscodex integriert einen jeden Elf in die Gesellschaft und so ist jedes Problem eines Elfen, sowie jedes Verbrechen gegen einen Elfen, eine persönliche Angelegenheit eines jeden anderen Elfen der Gesellschaft.

Der Codex besteht aus 100 Strophen, am bekanntesten ist jedoch die letzte Strophe die zudem auch der Grundstein des Lebens ins Myth Drannor war und ist:

As I would think, so shall ye;
As I would feel, so shall ye;
As I would do, so shall ye;
As I would not harm, nor shall ye;
As I would, so shall the clan;
As the clan would, so shall I;
As we would, so shall ye.
The People are as one, and never shall I stray from this, nor shall ye,
for to digress is to diminish you and your People.


Strophen aus dem englischen nach bestem Gewissen übersetzt:
So wie ich denke würde, so sollst auch du;
So wie ich fühle würde, so sollst auch du;
So wie ich handeln würde, so sollst auch du;
So wie ich kein Leid zufügen würde, so sollst auch du nicht;
So wie ich, so der Clan;
Wie der Clan, so soll ich;
So wie wir, so sollst du.
Das Volk ist eins und niemals soll ich von ihm abweichen, noch sollst du,
denn abzuweichen bedeutet dir und dem Volk zu schaden.

Der Blutschwur

Obwohl Elfen im allgemeinen ein friedfertiges Volk sind, so gibt es auch Situationen, in denen sie es nicht sind. So ein nahestehender Freund oder sie selbst sehr schwer verletzt wurde, seelisch wie absichtlich körperlich, so schwören diese den Blutschwur. Der Blutschwur ist in der Gesellschaft der Elfen ein etablierter Teil ihrer Kultur und wird in der dunkelsten Stunde vor Sonnenaufgang ausgeführt. Die anderen Elfen in seiner nähe verstehen meist, weshalb der Blutschwur ausgesprchen wurde und werden dem Elfen nicht an seiner Rache hindern.

Der sich rächende Elf jagt während des Blutschwures denjenigen, der die Verletzung hervorgerufen hat um eine Form der Vergeltung zu erlangen. Dies kann eine Entschuldigung sein im Falle einer Beleidigung oder ernsteres. Üblich ist es, so der Verursacher dem verletzten Elfen eine zeitlang einen Dienst erweist um die Wogen zu glätten, doch es mag auch Angelegenheiten geben, an denen nichts anderes als der Tod des Verursachers den verletzten Elfen zufrieden stimmt.

Reverie

Elfen haben eine einzgartige Art ihre Kräfte zu regenerieren. Im Gegesatz zu anderen Völkern schläft das Volk der Elfen nicht sonder fällt in eine Art Meditation die als Reverie bekannt ist, ein Zustand der vollständigen Ruhe. In der Reverie durchlebt das Volk der Elfen das an diesem Tag erlebte, sinnt darüber nach, sowie über andere bereits erlebte Momente, doch ist er nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, welche vergangenen Momente er in seiner Reverie erneut erlebt. In der Reverie träumen Elfen jedoch auch, wie Menschen.

Viele elfische "Schlafzimmer" gleichen von ihrem Aussehen eher Wohnzimmern mit gemütlichen Möbeln.

Ist einer der Tel'Quessir in seiner Reverie so ist er nicht ansprechbar. Der Elf schließt in seiner Reverie nur bei starker Lichteinstrahlung seine Augen, eine Tatsache die viele N'Tel'Quess glauben ließ dass Elfen überhaupt nicht ruhen. Ein Elf in seiner Reverie ist sich seiner Umgebung noch immer bewusst, kann jedoch ohne extrem starken eigenen Willen nicht aus seiner Reverie gelangen. Wird ein Elf aus seiner Reverie geweckt so ist er anfangs, wie ein schlafender Mensch, verwirrt.

Die Reverie ist jedoch auch ein wichtiges Werkzeug in dem langen Leben der Elfen um die eigene Persönlichkeit zu wahren. Es ist notwendig, dass erlebte Dinge in der Reverie erneut auftauchen, die Momente neu erlebt werden die die Persönlichkeit des Elfen ausmachen, gute wie schlechte Momente, doch überwiegen die schönen Momente. Wie sonst sollte man sich dessen über hunderte von Jahre hinweg gewahr sein ? Auch erinnert sich ein Elf während der Träumerei der Umstände, die dazu führen, das er eine Freundschaft aufbaute oder seinen Partner lieben lernte. Dies führt dazu, das Bindungen unter Elfen ständig erneuert werden und eine Freundschaft oder Liebe Buchstäblich für immer andauern kann.


Der Ruhezustand der Reverie benötigt nur vier Stunden. Nach dieser Zeit ist ein Elf so ausgeruht, als wäre er ein Mensch der acht Stunden schlief. Eine Tatsache die dazu führt, das die elfische Städte beinahe nie ruhen, es erlaubt zudem eine zwanzigstündige Periode an dem ein Elf seinem Tagwerk nachgehen kann.

Die Magie im Blut

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Elfen hegen seit jeher eine Affinität zur Magie. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele der großen Magier und viele der bekanntesten Zauberformeln aus ihrem Volk stammen. Ob dieser langen, magischen Tradition sagt man den Elfen nach sie hätten "Magie im Blut", was jedoch nicht wirklich wahr ist. Es bezieht sich wohl auf die Tatsache, dass die meisten Elfen zumindest ausreichend Erfahrung beim Umgang mit Magie an den Tag legen.

Glaube

Die Elfen verehren die Seldarine. Der Grund weshalb sie nur in den aller seltensten Fällen anderen Götter verehren ist der, dass sie eine tiefe Verbundenheit zu den Seldarine verspüren. Sie wurden durch sie geformt, aus dem Blut des Schöpfers Corellon Larethian geschaffen, gemischt mit den Tränen der Sehanine Mondbogen. Aus diesem Grunde fühlen sie sich ihren Göttern sehr nahe. Der zweite Grund ist, dass die Seldarine alle Bereiche in dem Leben eines Elfen abdecken, es gibt keinen Grund für sie andere Götter zu verehren, was jedoch nicht bedeutet, dass sie andere Götter nicht akzeptieren oder respektieren.

Der Weg des Lebens

Der Weg den ein Kind des Corellon Larethian geht ist lang, sehr lang in den Augen der Menschen. Elfen haben eine Lebenserwartung von bis zu ca. 700 Jahren doch leben sogar noch "Älteste" unter dem alten Volke welche bereits tausend Jahre auf Toril weilen. Im steigenden Alter ändert sich kaum etwas in dem Aussehen eines Elfen. Sie alle besitzen die alterslose Schönheit und so herrschte lang der Irrglaube dass Elfen überhaupt nicht altern oder gar sterben. Wahr ist jedoch, dass das Leben des alten Volkes sich gravierend von dem Leben anderer Völker unterscheidet.

Vor der Geburt

Die Mutter eines Kindes wird sich des Lebens ihres Kindes als erstes gewahr. Sie nimmt geistigen Kontakt mit ihrem Kind auf um es vom Wesen her kennen zu lernen und sich gemeinsam mit diesem einen Namen zu überlegen. Eine Mutter eines elfischen Kindes kennt somit ihr Kind bereits vor der Geburt besonders gut und wird es neun Monate in sich hüten, ehe es geboren wird.

Geburt

Die Geburt eines elfischen Kindes ist hingegen zu der Geburt anderer völlig ohne Schmerzen und Gefahren für die Mutter, sie geht zudem besonders schnell vorüber. Ein Priester des Corellon Larethian oder aber Angharradh ist bei der Geburt anwesend und spricht den Segen der Seldarine. Es ist auch der Moment an dem die Mutter den Namen des Kindes ausspricht den es tragen soll. Zwei Namen werden zu diesem Zeitpunkt vergeben. Der öffentliche Name mit dem andere das Kind ansprechen sowie ein geheimer Name der nur dem Kind, den Eltern und dem Priester der das Kind zu dem Zeitpunkt der Geburt segnete bekannt sind. Der geheime Name des Kindes erlaubt dem wissenden keine Macht über den jeweiligen Elfen doch ist es ein Zeichen des Vertrauens wenn ein solcher diesen Namen preis gibt. Nach der Geburt wird ein freudiges Fest veranstaltet, welches einige Tage lang gefeiert wird. Das neugeborene Kind wird durch die Gäste reichlich mit Glückwünschen wie auch mit Dingen beschenkt und sollen den Weg des Lebens erleichtern.

Kindheit

Bis zum 75. Lebensjahr ist ein Elf theoretisch noch ein Kind. Jedoch ist ein Elf nur auf geistiger Ebene bis zu diesem Alter ein Kind. Der elfische Körper ist mit erreichen des ~25. Lebensjahres vollkommen ausgewachsen und geschlechtsreif. Es ist die Zeit in der die jungen Kinder lernen was es bedeutet zum Volk der Tel'Quessir zu gehören, sowie was und wer die Seldarine sind. Kurz gesagt werden in dieser Zeit dem Kind von der Gemeinschaft die Grundlagen des elfischen Lebens gelehrt.

Jugend

Nachdem die Kinder das 75. Lebensjahr erreicht haben gelten sie als Jugendliche. Es ist die Zeit, in der die jungen Elfen begreifen wieviel Zeit ihnen gegeben ist. Den jungen Elfen wird in diesem Stadium ihres Lebens die berühmte, elfische Ruhe und Gelassenheit zuteil. Die Gesellschaft versucht das Kind so gut es ihr möglich ist auf diesem Wege zu begleiten und zu zeigen, auf welche Art und Weise auch in den folgenden Jahren noch Freude empfunden werden kann, in dem langen Leben eines Elfen. Jene Elfen die nicht in einer elfischen Gemeinschaft groß geworden sind, sondern zum Beispiel von Menschen großgezogen wurden, scheitern häufig in diesem Stadium. Ihre menschlichen Zieheltern können ihnen nicht zeigen, was es bedeutet ein Kind des Corellon Larethian zu sein und jene Elfen werden von der Tatsache regelrecht erdrückt, hunderte von Jahren leben zu „müssen“. Diese Elfen gleichen von ihrem Verhalten auch eher Menschen als Elfen und versuchen so viel wie möglich in kürzester Zeit zu erleben. Es kommt auch nicht selten vor, dass solche Elfen Selbstmord begehen oder aber wahnsinnig werden.

Der Übergang

Der Übergang in das Leben eines erwachsenen ist einer der bedeutendsten Abschnitte in dem Leben der Elfen. Es ist der Moment da die jungen Elfen ihren eigenen neuen Namen wählen den sie von diesem Zeitpunkt an tragen werden, mit dem sie sich vorstellen werden. Die Familie des Elfen wird diesen Namen jedoch oft nur widerwillig oder gar nicht akzeptieren. Diese verwenden häufig zum Ärgernis des jeweiligen Elfen weiterhin den Kindernamen.

Ähnlich wie zu der Geburt des Elfen folgt, nachdem der Elf bekannt gegeben hat welchen neuen Namen er nun trägt, ein Fest. Dieses findet für gewöhnlich an der Vollendung des 110. Lebensjahres statt. Auch hier werden dem neuen Erwachsenen Geschenke gemacht, angepasst an dem neuen Lebensweg. Wird es ein Leben der Reise sein, so wird man ihm Dinge übergeben die für eine solche Reise sinnvoll sind. Wird er jedoch in der Gemeinschaft verbleiben, werden es Dinge sein die dienlich sind für den Beruf den der jeweilige Elf ausführen möchte.

Volljährigkeit

Nach dem freudigen Fest welches meist nach der Vollendung des 110. Lebensjahr stattfindet, sind die Elfen erwachsen. Sie nehmen von nun an vollständig an dem Alltagsleben der Gemeinschaft teil und sind für ihr Handeln vollständig verantwortlich. Es ist jedoch auch das Alter an dem die jungen Elfen ausziehen um Faerûn zu entdecken, die Welt ausserhalb ihrer Gemeinschaft zu sehen. Man mag diese Jahre der Elfen auch als ihre „besten Jahre“ bezeichnen.

Mittleres Alter

Doch das lodernde Feuer der Seele, der Drang, unbekanntes zu entdecken oder fremdes zu erleben erlischt irgendwann im Herzen eines jeden Elfen. Jene Elfen haben, so sie diesen Punkt auf ihrer Reise erreicht haben, genügend von der Welt ausserhalb ihrer Heimat gesehen. Sie wissen nun bestens wo ihre Stärken und ihre Schwächen liegen, auch bauten sie auf ihren Reisen ihre Verbindung zur Natur weiter aus, festigten das Band weiter. In den meisten Elfen erlischt dieses Feuer im fortgeschrittenen Alter. Sie kehren entweder in ihre Heimat zurück oder aber suchen sich eine andere Siedlung oder Stadt in der sie sich niederlassen. Es ist die Zeit da die Magier die jüngeren unterrichten und die erfahrenen Krieger die jungen Streiter trainieren. Im Inneren einiger weniger brennt dieses Feuer niemals aus. Sie folgen ihrem Weg weiter, meist nicht da sie wollen sondern da sie müssen. Es ist eine Stimme tief in ihrem Herzen die sie treibt und nicht selten ist es eine Lebensaufgabe den Worten dieser inneren Stimme nachzukommen, sie zu erfüllen. Es sind die Herzen der Helden unter den Elfen, die von ihrem Wege nicht weichen, ihm folgen bis auch ihr Feuer zur Glut wird wenn sie ihre Aufgabe erfüllten, oder aber durch die Hand ihrer Feinde sterben.

Mit dem Alter verändert sich nicht viel in dem Leben eines Elfen. Der einzige Unterschied der verspürt wird, ist eine bedingte Unbeweglichkeit mit zunehmenden Alter. Die Elfen haben noch immer die selben Fertigkeiten wie 100 Jahre zuvor, doch spüren sie, dass sie gealtert sind.

Hohes Alter

Im hohen Alter zeigen sich die ersten Anzeichen des Alters. Leichte Falten bilden sich in dem Gesicht des „Ältesten“ wie man ihn nun nennt. Die Elfen die dieses Alter erreicht haben, besitzen eine besondere Stellung in der Gesellschaft des alten Volkes. In ihrem vorherigen Leben sammelten sie viel Wissen an und durch ihr hohes Alter schätzt man ihre Weisheit. Körperlich sind sie noch immer zu vielem fähig, doch nicht annähernd so agil wie die jüngeren Elfen. Im Gegensatz zu alten Menschen verlieren Elfen nicht viel ihrer Vitalität sondern nur an Ausdauer. Elfen die ein hohes Alter erreicht haben strotzen vor einem starken Willen und Selbstbewusstsein. Sie sind die geistigen Anführer und Berater der Elfen und jeder der Gemeinschaft akzeptiert und weiss dies.

Tod

Der Tod eines Elfen ist ein Ereignis der Trauer für die elfische Gesellschaft. Anders als bei anderen Völkern sterben Elfen jedoch nicht durch Altersschwäche, sondern der Elf bemerkt, dass seine Zeit gekommen ist, nach Arvandor, zu den Seldarine, zu ziehen. Ein Elf nimmt dann persönlich Abschied von seinen nächsten ehe er sich an einen Ort der Einsamkeit zurückzieht, an dem er dann in einem hellen Licht entschwindet. Nur die Gegenstände, die der jeweilige Elf trug bleiben zurück, der Körper selbst ist verschwunden, getragen nach Arvandor. Aus diesem Grunde ist es durchaus wahr, dass Elfen sagen, dass sie nicht wirklich sterben. Sie wechseln lediglich die Ebene der Existenz, auf der sie weiterleben.

Anders jedoch ist ein gewaltsamer Tod. Die Leiche des Elfen wird in seine Heimat transportiert wo diese entweder in einer Clangruft ihre Ruhe findet, oder aber durch die Verbrennung. Lange, von Trauer geprägte Klagelieger singen die Betroffenen und Zurückgebliebenen, Lieder die sogar unbetroffene in Tränen ausbrechen ließen. Wurde der Tod durch eine Person absichtlich verursacht, so schwören die Betroffenen häufig den Blutschwur

Wodurch der Tod eines Elfen auch verursacht wurde, das Volk der Elfen lehnt es ab diese wieder ins Leben zurückzurufen, sei es auch nur die Seele des Toten zu befragen. Der Grund hierfür ist der, dass die Elfen niemandem die Reise nach Arvandor verwehren möchten, noch sie aus diesem wieder regelrecht herauszureißen. Ein solcher Akt wird unter dem Volk als egozentrisch angesehen. Wiederbelebte Elfen fallen häufig einem Wahnsinn anheim, von dem sie nicht geheilt werden können. Sie wurden aus dem elfischen Paradies abrupt in die vergleichsweise unwirtliche materielle Ebene zurückgeholt, ein Erlebnis, welches als das schlimmste für das persönliche Wohl eines Elfen gilt.

Geschichte

Entstehungsgeschichte

Die Elfen wurden nach der elfischen Mythologie erschaffen, während Corellon Larethian einen langen Kampf gegen den Anführer des orkischen Pantheons, Gruumsh, führte. Aus dem Blut Corellon Larethians, welches den Boden berührte, gemischt mit den Tränen Sehanine Mondbogens (oder Angharradh), wurden die ersten Elfen geschaffen. Diese Elfen waren anders als die jetzigen Elfen, denn sie waren direkte Abkömmlinge ihres schöpfenden Gottes. Erst ihre Kinder wurden als das geboren, was nun als das Volk der Elfen bekannt ist.

Dies ist der Grund, weshalb sich Elfen auch als Kinder Corellon Larethians oder des Schöpfers bezeichnen. Auch ist das elfische Volk stolz darauf, aus dem Blut ihres Schöpfers selbst, geschaffen worden zu sein.

Geschichte auf Toril

Die Elfen erreichten Faerûn in der Zeit der Drachen, viele tausende Jahre in der Vergangenheit. Ursprünglich stammen die Elfen Torils von einer Welt die den Namen Faerie trug, doch aufgrund einer magischen Katastrophe von kataklystischen Ausmaße (der Krieg gegen die Orks eskalierte durch den übermäßigen Einsatz von vernichtender Hochmagie) mussten die Elfen von dieser Welt fliehen; dabei war Toril nicht die einzige Welt in die sie flüchteten. In der Zeit der Drachen führten die Elfen einen blutigen Krieg gegen die bösartigen Drachen Faerûns mit vielen Verlusten unter den Avariel. Mit der Hilfe des Drachenwut Mythals gelang es den Elfen jedoch, die Herrschaft der Drachen zu beenden

Die Kronkriege

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Die Geschichten über die Kronkriege werden nur innerhalb des elfischen Volkes weitergegeben da die Elfen diese selbst verursachte blutige Zeit vor anderen verbergen möchten. Die Herrscher Aryvandaars gedachten ihr Reich mit dem Miyeritars zusammenzuschließen, welches unabhängig anderer Reiche bestand. Nach Jahrhunderten der Verhandlungen führte der aggressive Clan Vyshaan aus Aryvandaar seine Truppen nach Miyeritar und rief somit den ersten Kronkrieg aus.

Ausserhalb der Elfen ist lediglich bekannt dass die Kronkriege der Kampf um die Vorherrschaft Faerûns unter den Elfen waren.

Die Kronkriege waren eine Serie von fünf Kampagnen welche in alle elfischen Niederlassungen ausgefochten wurden, die meisten von ihnen erstreckten sich über die Jahrhunderte. Ein Krieg endete, doch ein anderer wütete noch immer an einem anderen Ort oder entfachte sich neu. Am Ende des 3.000 Jahre andauernden Krieges waren viele Reiche der Elfen zerstört und das Volk der Dunkelelfen in das Unterreich verbannt.

Eine detailiertere Darstellung dieses wichtigen Ereignisses des elfischen Volkes, findet sich hier.

Literatur

Meine Werkzeuge