Silbermarken:Setting/Gesetz und Ordnung
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Die Konfoederation
Die Gabelstadt ist Mitglied der Silbermarken-Konfoederation. Dies bedeutet, dass sie, als Gemeinschaft (Stadt + zivilisierte Umland-Doerfer) die Charta der Konfoederation unterzeichnet hat.
Diese besagt folgendes:
- Beachte die Gesetze der Konfoederation und halte die Bewohner an, dies ebenso zu tun
- Erstelle eine Wehr, aus deinen ansaessigen Buergern bestehend, um deine Gemeinschaft zu schuetzen und zu pflegen
- Fuehre, wenn moeglich, ein kleines stehendes Heer, um dich vor Uebergriffen aus der Wildnis zu schuetzen
Vorteile und Pflichten innerhalb der Konfoederation:
- Freie Besiedlung der noerdlichen Wildnis, in einem kooperativen Sinn ("Nette Nachbarn")
- Schutz durch die Knights in Silver und die Spellguard, im Fall der Faelle
- Beitrag zum Schutz leisten; zur Hilfe kommen, wenn zur Hilfe gerufen wird
- Gesicherte Handelswege
- Guter Wille unterhalb der Voelker
Die Gesetze und Richtlinien der Konfoederation
Die Charta der Konfoederation deckt nur die generellsten Dinge ab - diese, die jedes lichte Volk, das sich der Konfoederation anschliesst, im Herzen traegt.
- Mord und Mordversuch wird (je nach Absicht und Schwere) mit langjaehriger Haft, oder mit dem Tod geahnt
- Diebstahl wird mit Kompensation, und je nach Schwere, Haftstrafe geahnt
- Koerperverletzung wird mit Kompensation (Kosten des Klerus) und mit Haftstrafe (je nach Schwere) geahnt
Alle anderen Dinge sollen und sind von den einzelnen Gemeinschaften in Eigenregie zu regeln.
Situation in der Gabel
Die Gabel ist eine rauhe Grenzstadt innerhalb des Gebietes der Konfoederation, und lebt hauptsaechlich von Diversitaet und Handel. Es ist nicht moeglich - oder von den durch die Bank recht freigeistigen, pionierhaften Bewohnern erwuenscht - eine siginifikante Schutzmacht zur Sicherung der inneren Sicherheit zu fuehren.
Das Buerger-Tribunal zur neutralen Loesungsfindung
Die Bewohner werden angehalten, Dinge unter sich auf friedliche Art zu klaeren. Wenn dies nicht moeglich ist, bietet die Stadt, zur neutralen Konfliktloesung, ein Tribunal an. Das Tribunal ist von einfachen Buergern besetzt die keine Interessen in der vorliegenden Sache haben. Es ist KEIN Gericht, und damit keine gesetzesbindende Aussage. Jedoch ist es zumeist im Interesse der Streithaehne, den Konflikt beizulegen (darum traten sie ja vor das Tribunal damit) und damit akzeptieren sie zumeist die vorgeschlagene Loesung als eine neutrale, der Gemeinschaft zutraegliche.
Es ist jedem Buerger moeglich, sich als Tribunalschlichter anzubieten. Er muss auf vernuenftige und anstaendige Art und Weise aufweisen koennen, dass er in einer vorliegenden Sache keine Interessen vertritt. Zumeist wird von der einfachen Bevoelkerung niederer Klerus der rechten Kirchen, oder hochangesehene, langansaessige Buerger als Tribunalbesetzung akzeptiert.
Selbstjustiz
Selbstjustiz wird als akzeptabel gesehen, solange es auf den Punkt genau im Sinne dieser Richtlinien ist. Jeder Buerger ist angehalten, Konflikt auf friedliche Weise mit dem Gegenueber zu loesen, ohne sich dabei selbst ernster Schuld zukommen zu lassen. Ernste Dinge sollten dem Tribunal vorgebracht werden, und in Dingen der Charta der Garde, die dann die offiziellen Wege einleiten wird.
Erwaehnt sein will jedoch, dass die Stadt nicht die Mittel hat, jedes Delikt zu verfolgen. Insbesondere wird die persoenliche Freiheit, und die Freiheit sich zu erwehren, als hoechstes Gut gesehen.
Kavaliersdelikte
Kavaliersdelikte werden, falls ueberhaupt Wachen hinzu gerufen werden, meist vor Ort geloest. Beleidigung, waffenlose Schlaegereien, Streit, und so weiter, wird notfalls mit Mediation von der Wache geloest. Generell sind Kavaliersdelikte keine Sache, fuer die das Tribunal involviert wird, ausser koerperhafte oder finanzielle Belange sind involviert.
Die Stadtgarde (Blutgarde)
Die Stadtgarde ist keine Exekutive wie im heutigen Sinne die Polizei es ist. Sie wird von Buergern besetzt, die selbst markantes Interesse daran haben, die eigene Stadt vor dem Verfall zu schuetzen. Sie werden aus den Kassen der Stadt und Gemeinschaft bezahlt, um die Charta der Konfoederation zu sichern. Die Fuehrung dieser obliegt dem Kommandanten der Garde - dieser sichert, wie er es aus eigener Erfahrung fuer richtig haelt.
Religion
Kirchen, Paladine und Kleriker haben keine besondere Befugnis, die ueber die anderer Buerger und Bewohner hinaus geht. Es steht jeder Kirche, die keine tatsaechlichen boesen Absichten fuehrt, frei, sich an der Gabelstadt nieder zu lassen. Waehrend Paladine der Drei hohen Respekt geniessen, aufgrund ihres Rufes gutes und lichtes fuer das Volk zu tun, gibt ihnen dies keine weiteren Rechte oder Pflichten ausserhalb der Selbst-Auferlegten.
Der Gabelrat
Der Gabelrat ist ein Konglomerat aus Haendlern und Buergern, die die kommerziellen, politischen, kulturellen und religioesen Belange der Stadt im Interesse hat. Obwohl er die Stadtkasse ueberwacht, und damit die Bezahlung der Garde, hat er keinen Einfluss auf die Charta der Silbermarken, die Konfliktschlichtung unter dem Volk oder die lokalen Richtlinien und Gesetze der Stadt.
Ungewoehnliche Gestalten
Die Silbermarken ruehmen sich fuer ihre Toleranz gegenueber allen, die etwas zur Gesellschaft beitragen wollen (sei es nun Kultur, Kommerz oder Forschung). Diese Toleranz kennt jedoch auch ihre Grenzen. Im speziellen Drow sind, aufgrund sowohl vergangener und auch anhaltender Erfahrungen, mit extremem Misstrauen betrachtet, und ihnen wird der Zutritt zu Stadt und Haus verwehrt - per Standard via Schwertspitze. Die Faustregel ist, dass eine Rasse, deren Erfahrungswerte bewiesen hat, dass nur Leid und Pein im Kontakt mit ihr entsteht, abgewiesen wird. Alle anderen werden fuer unschuldig befunden, bis die Schuld gezeigt wird - was aber nicht heisst, dass sie mit offenen Armen empfangen werden. Insbesondere Tieflingen aller Art schlaegt das zu erwartende Misstrauen entgegen. Aasimare haben keinen grundlegend vorteilhafteren Ruf als alle anderen Rassen, wenn auch sie den vergangenen Erfahrungen entsprechend generell gut behandelt werden.
Unbekannte Arten werden mit gewissem Misstrauen, doch ohne weitere Vorurteile empfangen, solange sie nicht bedrohlich wirken oder sich geben - die Silbermarken sind bekannt dafuer, dass alle Art von bunten Wesen auftauchen, und wieder verschwinden, und die allermeisten Buerger sind dies gewohnt und versuchen schlicht Freundschaften daraus zu schliessen.
Fallbeispiele
TODO
- Ein Taschendieb eines gut gefuellten Goldbeutels wird von dem Opfer gestellt, und als Konsequenz gruen und blau gepruegelt. Waehrend die Charta der Silbermarken vorsieht, dass Koerperverletzung mit wenigstens einer relevanten Goldstrafe belegt sein wird, wird das Tribunal dies als pro-forma-Obulus ansehen und die kompensationssuchenden mit den Worten "Selbst schuld - wer stiehlt, faengt" fortschicken.