Sonnenelf
Aus silbermarken.de
Die Sonnenelfen, auch Goldelfen genannt, sind die konservativen Elfen, die alte Traditionen am ausgeprägtesten wahren. Sie leben zurückgezogen in elfischen Hochburgen wie Immerdar oder Evereska und hegen nur wenig Interesse daran, Kontakt mit nicht-Elfen, den N'Tel'Quessir, zu knüpfen. Sie werden von der Allgemeinheit als arrogant und emotionslos bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Aussehen
Der Name der Goldelfen entspringt ihrer bronzefarbenen Haut. Ihre Haarfarbe reicht von einem goldenen Blond hinüber zu kupfern oder schwarz. Ihre Augen haben entweder die Farben Grün oder aber Gold. Goldelfen sind im vergleich zu anderen Elfenrassen groß und von schmalen Körperbau.
Goldelfen kleiden sich stets in kostbaren Gewändern und tragen aufwendig verzierte Rüstungen. Sie ziehen kühle Farben wie blau oder grün anderen Farben vor und verzieren sie mit Gold oder Mithril die so fein sind, dass sie auf dem ersten Blicke übersehen werden können. Zu Festen ist es nicht unüblich, so Krieger der Goldelfen ihre aufwendig verzierten Rüstungen und Waffen tragen. Rüstungen aus der Hand eines Goldelfen sind durch ihre meisterhafte Qualität stets angenehmer zu tragen als Gegenstücke von gewöhnlicher Qualität und die, die sie an solchen Festen tragen, tragen sie mit Stolz und ohne Unwohlsein durch mangelnden Komfort.
Verhalten und Gesellschaft
Elfen sind keine eiligen Wesen, Goldelfen im besonderen. Jede Aktion wird ausführlich geplant und durchdacht, voreiliges Handeln ist ihnen zuwider. Das Volk der Goldelfen zieht eine Spezialisierung auf ein Themengebiet der Diversität vor was dazu führen kann, dass ein Goldelf ein Tänzer ohne gleichen ist, jedoch völlig unwissend um den Umgang mit einem Instrument ist. Der Hang zur Spezialisierung und Sorgfalt wirkt sich auf die Qualität ihrer Werke aus, die sie fertigen, diese besitzen stets die Qualität eines meisterhaften Stückes, auch wenn die Fertigung viele Jahre in Anspruch nehmen kann. Für einen Goldelfen bedeutet die rasche Vollendung eines Projektes welches nicht perfekt ist, nicht weniger, als von den elfischen Idealen abzuweichen.
Das Volk der Sonnenelfen besitzt eine komplexe soziale Struktur die durch nicht-Elfen nur schwer bis gar nicht zu durchschauen ist. Der Grund hierfür ist, dass Goldelfen in der Anwesenheit von nicht-Sonnenelfen ein hauptsächlich kühles und emotionsloses Verhalten an den Tag legen welches keinen Einblick auf das innere Wesen des Goldelfen erlaubt. Goldelfen sind die zivilisiertesten aller Elfenrassen und haben wenig Interesse darin, ihre Rückzugsorte wie Immerdar oder Evereska für Abenteuer zu verlassen. Ambitionen das eigene Reich zu verlassen sind meist Anliegen jeglicher Art, die die Elfen, das Reich oder die Gemeinschaft betreffen und es notwendig machen, die Heimat zu verlassen.
Verhalten gegenüber Elfen
Goldelfen sehen sich selbst als die "wahren" Elfen, auch wenn dieser Glaube niemals in der Anwesenheit von anderen Elfenrassen ausgesprochen wird. Ihrer Meinung nach wurden sie durch Corellon Larethian selbst auserkoren das elfische Volk zu führen und zu beschützen. Dieser Glaube führte in der Vergangenheit dazu, dass das elfische Volk ausschließlich von Sonnenelfen regiert wurde. Das Reich Aryvandaar verfiel gar in einen fanatischen Wahn über alle Elfenreiche zu regieren der schlussendlich den ersten Kronkrieg hervorruf. Dieser Fanatismus war eine Ausnahme der sich heute nurnoch in wenigen Individuen finden lässt.
Goldelfen achten penibel darauf, dass Traditionen unter dem elfischen Volke eingehalten werden. Dies führt häufig dazu, dass sie versuchen, Mondelfen von ihrer Lebensweise abzubringen, die sie als unelfisch und falsch erachten, auch wenn sie die Bezeichnung "unelfisch" niemals verwenden werden.
In dem Volk der Waldelfen sehen Goldelfen die Seelen ihrer Vorfahren und Beziehungen zwischen diesen beiden Elfenrassen sind gut, wenn auch selten, bedingt dadurch, dass Waldelfen in ihren Wäldern und Sonnenelfen in ihren Städten leben. Wildelfen sind den Goldelfen jedoch nicht mehr als ein großes Rätsel und sie hoffen diese primitive Elfenrasse in die elfische Gesellschaft eingliedern und ziviliseren zu können.
Seeelfen werden von den Goldelfen als "ebenbürtig" betrachtet, sie sehen in ihnen das Unterwasser, was die Sonnenelfen an Land sind, Behüter des elfischen Volkes und ihrer Traditionen, doch der Kontakt ist wie der mit den Waldelfen, selten.
Verhalten gegenüber anderen Goldelfen
Ihr Verhalten untereinander könnte sich von dem gegenüber den anderen Elfen nicht unterscheiden. So kühl und emotionslos wie sie sich gegenüber anderen Elfen geben, so gefühlvoll und lebendig sind sie untereinander, wenn ihre Ausgelassenheit auch nicht den Grad der Mondelfen erreicht. Untereinander legen Goldelfen großen Wert auf Magie und ihren Stammbaum. Beides sind die Säulen, die Status und Ansehen unter den Sonnenelfen bestimmen. Diese beiden Kriterien spielen zwar auch unter den Mondelfen Immerdars eine Rolle, doch nicht in dem Ausmaß wie unter dem Volk der Goldelfen.
Verhalten gegenüber anderen Rassen
Goldelfen sehen mit Herablassung auf viele andere Völker wie das der Menschen oder Zwerge. Sie sehen in dem Volk der Menschen nicht mehr als primitive und grobschlächtige Barbaren die, für elfische Verhältnisse, erst vor kurzem in kleinen, unbedeutenden Siedlungen lebten und sich aus diesen erhoben und sich wie eine Pest über Faerûn verbreiten. Wie andere Elfenrassen waren auch die Goldelfen in der Zeit, in der die Menschen sich zu einer etablierten Rasse erhoben im Kampf gegen diese, denn sie verlangten Land und holzten Wälder ab. Sie zogen sich nach dem Fall Cormanthors (die Goldelfen geben den Menschen die Schuld an den Fall des Reiches) in ihre Hochburgen Immerdar und Evereska zurück, fernab der menschlichen Siedlungen. Ihre Erfahrungen mit den Menschen ließ das Vorurteil erwachsen, dass Menschen durchweg eine barbarische Rasse ist. Dieses Vorurteil findet seine Wurzeln darin, dass die Goldelfen nicht verstehen, dass ein Volk eine solche Diversität erreichen kann. Währen jede elfische Unterrasse gleich ist in vielen Dingen, so lässt sich das Volk der Menschen nicht in eine solche, grobe Kategorie einordnen. Die Gebäudearchitektur der Menschen, die sich grundlegend von der, der Menschen unterscheidet, bezeichnen sie als rückständig und primitiv. Während Elfen ihre Bauten aus den Elementen selbst formen und sich der Umgebung anpassen, verändern sie die Landschaft nach ihren Bedürfnissen, schlagen Holz und Stein; und formen daraus unschöne, grobe Bauten.
In den Zwergen sehen sie nicht viel mehr als in Menschen, zwar sind es geschickte Handwerker, doch auch sie schlagen Holz und Stein grob. Viele unterschiede im gesellschaftlichen Umgang führten ebenfalls zu einem schlechteren Verhältnis der beiden Rassen untereinander und beide Rassen sehen ihre Handwerkskunst als alleinige Perfektion an.
Wie alle anderen Elfenrassen auch verabscheuen sie die Drow und die Orks und sie lassen keine Gnade bei diesen walten. Ihre verwurzelte Einstellung gegenüber den Dunkelelfen verhindert, dass die guten Dunkelelfen der Eilistraee jemals Immerdar betreten dürfen, doch es war auch zur Zeit der Kronkriege Furcht um Einfluss der verhinderte, dass die Dunkelelfen der Eilistraee mit auf die grüne Insel ziehen durften. Heutzutage ist es jedoch "nurnoch" ihre gnadenlose Ablehnung eines Dunkelelfen auf Immerdar, welch Gesinnung auch immer. Die Gründe liegen auf der Hand und reichen von möglichem Verrat bishin zu einer symbolischen Qualität die das Herz eines Goldelfen mit Schrecken erfüllt, die Vorstellung, dass die N'Tel'Quess und noch erschreckender ein Drow neben ihnen auf er heiligen Insel lebt.
Religion
Das Volk der Goldelfen verehrt zu einem Großteil den Schöpfer des elfischen Volkes und Anführer der Seldarine, Corellon Larethian. Der Grund ist, dass sie sich selbst als Führung und Behüter des elfischen Volkes sehen. Ein Großteil des elfischen Corellon Klerus besteht aus Sonnenelfen, die ihre Messen pflichtbewusst und fromm durchführen. Auf Aussenstehende wirkt eine solche Messe langweilig, so meiden Mondelfen die Messen der Goldelfen. Andere Gottheiten der Seldarine finden zwar ebenfalls ihre Verehrung, doch erreichen sie nicht den Grad Corellon Larethians. Die Goldelfen streiten die Existenz Angharradhs entschieden ab und halten sie für eine Fehlinterpretation von Sehanine Mondbogen. Nach ihrem Glauben ist Sehanine die Gottheit an Corellon Larethians Seite und nicht Angharradh, ein Glaube der zum Streit mit den Mondelfen führte, sowie dass Angharradh keine Repräsentation in Form eines Altars oder einer Statue in Corellons Hain seinen Platz findet, sehr zum missfallen der Mondelfen.
Goldelfen sind die ehesten, die den Paladinorden des Corellon Larethian beitreten, bedingt dadurch, dass sie sich selbst als Verteidiger des Volkes und der Tradition sehen und diese Aufgabe äusserst ernst nehmen.
Neben Corellon Larethian findet Labelas Enoreth eine große Verbreitung unter den Sonnenelfen. Während Corellon Larethian als Anführer gesehen wird, so wird Labelas Enoreth als Berater gesehen und wird durch die Ältesten der Goldelfen verehrt, die die elfischen Gemeinden mit ihrer Weisheit bei Fragen beistehen, doch auch durch Magier, die darum bemüht sind, Wissen zu sammeln.
Magie
Magie spielt eine wichtige Rolle in der Gesellschaft der Sonnenelfen und meist spezialisieren sich die Magier unter ihnen auf eine Schule der Magie die sie versuchen zur Perfektion zu vollenden. Aufgrund ihrer herrausragenden Hingabe zu den arkanen Studien besteht ein großer Teil der goldelfischen Hochmagier, aus Goldelfen. Gesucht ein Goldelf einen magischen Gegestand zu erstellen, so wird er es mit dem selben Ehrgeiz tun, wie jeder andere Goldelf sein Handwerk ausübt, mit penibler Sorgfalt. Magische Gegenstände aus der Hand eines Goldelfen benötigen viel Zeit, doch sind im Gegenzug üblicherweise mächtige ihrer Art.
Geschichte
Die Goldelfen kamen in der zweiten Einwanderungswelle der Elfen, neben den Mond- und Dunkelelfen nach Faerûn und begannen Nationen wie Aryvandaar und Othreier unter der Herrschaft der Vyshaanti zu errichten. Die Vyshaanti waren aggresive Herrscher die den ersten Kronkrieg hervorriefen. Gegen Ende des fünften Kronkrieges, als die Vyshaanti bezwungen waren, kehrte in die Goldelfen eine Ruhe ein, die bis heute anhält. Die nächsten Nationen die die Goldelfen errichteten waren Cormanthor, Evereska, Sharrven und Siluvanede.
Cormanthor war das größte und erfolgreichste Reich dieser vier, die nach Aryvandaar gegründet wurden und war lange Zeit das mächtigste Reich des Nordens, welches nur durch Nesseril zu seiner besten Zeit übertrumpft wurde. Nach dem Fall des Reiches verspürten die Goldelfen den Ruf, den Rückzug nach Immerdar am stärksten. Evereska war das einzige, noch verbleibende goldelfische Reich auf Faerûn und selbst nachdem der Rückzug verstummte, zogen es die Goldelfen vor, weiter zurückgezogen in Evereska und Immerdar zu leben. Diese Einstellung änderte sich nach dem Krieg gegen die Fey'ri, der die Elfen Immerdars zum Umdenken und Offensive nach Faerûn zwang. Jüngst und in Folge dieses Krieges errichtete das elfische Volk, mit den Goldelfen an der Führung, das Reich Cormanthor neu.

